Lexikon
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Rechnungsabgrenzung bei Forfaitierung

Wenn die Leasing-Gesellschaft ihre Investitionen in Leasing-Objekte durch (regresslose) Forfaitierung finanziert, so aktiviert sie das Leasing-Objekt auf der Aktivseite als Leasingvermögen. Gleichzeitig bildet sie auf der Passivseite einen Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) in Höhe des Barwertes (Einnahmen/Erlös aus der Forfaitierung), der entsprechend über die Grund-Leasing-Zeit für das Leasing-Objekt gewinnerhöhend linear aufgelöst wird und nicht als Dauerschuld (Dauerschulden) im gewerbesteuerlichen Sinne gilt. Dieser "PRAP" repräsentiert die Leistungsverpflichtung zur Gebrauchsüberlassung des Leasing-Gebers gegenüber dem Leasing-Nehmer. Dies trifft lediglich auf die Forfaitierung von Leasing-Raten, nicht jedoch auf den Forderungsverkauf kalkulierter Restwert-Forderungen zu. Diese sind wie Anzahlungen zu behandeln. Die bilanz- und gewerbesteuerrechtliche Behandlung der Forfaitierung von Forderungen aus Leasing-Verträgen ist im BMF-Schreiben vom 09.01.1996 geregelt.