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"Was Autokäufer wollen" - adesion Leasing stellt neue Marktstudie 2018 vor

 

Das Autojahr 2017 war turbulent: Nicht nur die Ausweitung des Dieselskandals, drohende Fahrverbote und umstrittene Vertriebskooperationen haben die Branche in Atem gehalten, sondern auch das boomende Neuwagen-Geschäft. Immerhin wurden hierzulande im vergangenen Jahr laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 3,44 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, was ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist. Und auch in diesem Jahr scheint sich der Aufwärtstrend fortzusetzen, denn die bisherige Jahresbilanz weist Anfang September bei den Neuzulassungen einen deutlichen Zuwachs von 6,4 Prozent aus.

Obwohl der August traditionell ein schwacher Monat bei den Neuzulassungen ist, liegt er in diesem Jahr über der 300.000er-Marke. Ausschlaggebend dafür ist die Umstellung auf den Abgas-Prüfstandard WLTP, der am 1. September erfolgte und die Autoverkäufe in Deutschland auf ein neues Rekordhoch getrieben hat. Nicht nur, dass die Privatkunden mehr Neufahrzeuge zugelassen haben und ein Plus von über vier Prozent erzielten. Vor allem die Gewerbekunden, zu denen auch Händler und Autovermieter zählen, haben vor der WLTP-Umstellung an der Zulassungsschraube gedreht und ihre Neuzulassungen um fast 38 Prozent gesteigert.

Dabei wurden vor allem benzinbetriebene Pkw nachgefragt (+ 32,6 Prozent), die mit einem Anteil von mehr als 62 Prozent die am häufigsten gewählte Antriebsart war. Auch die Quote der Diesel-Pkw ist mit einem Anteil von 32,6 Prozent und 103.063 Neuzulassungen gestiegen und hat den andauernden Abwärtstrend leicht abgeschwächt. Bei den Pkw mit alternativen Antriebsarten zeigen sich erneut Zuwachsraten, auch wenn ihr Marktanteil nach wie vor sehr gering bleibt: Während Hybridfahrzeuge um fast 85 Prozent zulegten, wiesen E-Mobile einen Zuwachs von 12,9 Prozent auf.

Doch woran liegt es eigentlich, dass sich die Konsumenten für eine bestimmte Antriebsvariante entscheiden? Ist es Macht der Gewohnheit oder spielen vor allem rationale Gründe eine Rolle? Oder liegt es womöglich am Diesel-Skandal und den drohenden Fahrverboten, die die Autokäufer zum Umdenken bewegen und den Absatz alternativer Antriebsarten langfristig beflügeln?

Auch wenn Dieselfahrzeuge zukünftig keine Option mehr zu sein scheinen, hat das Vertrauen der Konsumenten in ihre Automarken anscheinend nicht sehr gelitten. Immerhin erreichte Volkswagen im August 2018 trotz des Abgasskandals mit mehr als 20 Prozent den größten Marktanteil bei den Neuzulassungen. Doch welche Gründe bewegen Autofahrer dazu, sich für eine bestimmte Marke zu entscheiden? Und ziehen die Konsumenten mittlerweile auch chinesische Fabrikate in Betracht oder müssen die Automarken aus der Volksrepublik noch ein paar Jahre reifen?

Dieser und weiteren Fragen geht eine aktuelle Befragung der Adesion Leasing GmbH (ehemals LeaseTrend AG) auf den Grund, bei der im August 2018 rund 1.000 Privatpersonen befragt wurden, die den Kauf eines Fahrzeugs planen oder vor Kurzem ein Auto gekauft haben.

Studie "Was Autokäufer wollen"